Montag, 10. November 2014

Wie scheitert Familie-Kariere-Planung

Louisa, Danny und Charlotte kommen alle drei aus einer Intelligenter-Familie. Die Mutter arbeitet in der Schulbibliothek, der Vater ist ein Ingenieur. Zu hause war das schon so gepflegt, dass ein Mädchen möglichst viel erreichen sollte und gleichzeitig ein glückliches Familienleben haben sollte. Wie sich jedoch dieser Traum der Eltern verwirklicht hatte, ist ganz unterschiedlich in jenem Fall der drei Schwester.
Louisa (40) arbeitet als Dozentin an der Uni und führt ein eigens Verlag. Sie hat ihren Mann in der Studienzeit kennengelernt. Obwohl sie mit ihm ihre Zukunft von Anfang an geplant hatte, mit der Familie warteten die beiden, bis auf sie ihren Doktortitel erwirbt. Mittlerweile haben sie schon zwei Jungs. Louisa arbeitet im Vollzeit, dafür ist ihr Man auf Teilzeit beschäftigt und er kümmert sich meistens um die Kinder. Als Hauptverdienerin beschwert sich Louisa jedoch nicht um ihr Leben, obwohl sie zugibt, dass sie gerne mehr zeit in die Familie investieren würde.
Danny (45) ist eine Finanzfrau bei einem Finanzunternehmen. Sie und ihr Man hatten sich bei der Arbeit kennen-gelernt und waren zuerst Freunde. Für die Kinder haben sie sich spät entschieden, da die Karriere im Vordergrund stand. Heute zählt die Familie schon vier Köpfe. Die Eltern sind beide Mehrverdiener, deshalb können sie sich eine Nanny gönnen, ohne dass jede von ihnen auf die Kariere verzichten muss, bei ihren verantwortungsvollen Positionen können sie sich auch nicht erlauben einen längeren Urlaub zu nehmen und aus dem Arbeitsmarkt auszufallen. Unzufrieden sind sie nicht, jedoch bewusst dessen, dass sie nicht ausreichend Zeit mit Kindern verbringen können.
Charlotte (42) hat ihren Man auf dem Gymnasium kennengelernt. Das erste Kind kam schon im Studium und so hat Charlotte ihren Abschluss nicht gemacht. Danach kamen zwei Nächste Kinder. Als erste waren sie gut von den Großeltern versorgt, Charlotte´s Man hat auch den Chemiker-Abschluss gemacht und verdient mittlerweile genug um die Familie zu ernähren. Charlotte leidet nicht wegen der Mutter-Rolle, bereut öfters jedoch, dass es ihr mit dem Abschluss nicht allzu gut gelungen ist.
So weit von der Realität ist der Traum unseren Eltern entfernt, dass wir in der Familie und in der Kariere glücklich werden sollen. Für die doppelte Lebensführung fehlt die Unterstützung von der Seite der Institutionen und Behörden. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht immer noch die Atmosphäre der Kontinuität und wir müssen immer in unserem Job dabei sein. Auch an den Unis und in den Büros sind die jungen Mutter unwillkommen. Dieses Modell bleibt ein Traum der wirtschaftlich starken Intelligenz und trifft auf seinem Wege so viele Hindernisse, dass es unwahrscheinlich ist, dass es sich jemals verwirklichen wird.


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